Content Repurposing Definition und Vorteile

Content Repurposing – 3 Vorteile und 11 Ideen

Heute gehts um Recycling. Nicht von Kleidung, sondern von Inhalten. Genauer gesagt: Content Repurposing. Das ist nämlich eine feine Sache, die bei der Contenterstellung Zeit und Energie spart.

Diese drei Fragen beantwortet der Text:

  1. Content Repurposing: Was ist das?
  2. Was sind die Vorteile?
  3. Wie mache ich das?

Bereit? Dann holen wir mal deine Content-Leichen aus dem Keller!

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Darum lohnt sich Content Marketing auch für KMU

Kein Budget? Keine Leute? Als KMU kannst du in Sachen Ressourcen nicht mit großen Konzernen mithalten. Aber es gibt vier Punkte, bei denen du immer gewinnst:

  • Persönlichkeit
  • Menschlichkeit
  • Kundennähe

Lass mich eine kurze Geschichte erzählen, um zu zeigen, was KMU im Content Marketing anders machen können. Und warum Content Marketing auch mit kleinem Budget funktioniert.

Auch aus wenigen Samen wachsen Pflanzen

Erde unter den Fingernägeln spüren. Selbst angebaute Radieschen essen: Ich lebe in der Stadt und sehne mich nicht erst seit der Corona-Pandemie nach einem Garten. Wie komme ich an mein Ziel? Da gibt’s zwei Möglichkeiten:

  1. Ich könnte eine Ackerfläche am Stadtrand mieten, Gartengeräte ausleihen. Dann säe ich einen Haufen Zeug aus und hoffe, dass irgendwas davon wächst. Der Haken: Ich habe nicht die Zeit, jeden Tag zum Gießen rauszufahren. Das Auto fehlt mir auch. Und die Miete für Ackerfläche und Geräte geht ganz schön ins Geld…
  2. Ich könnte das mit dem großen Garten auch lassen. Und trotzdem an mein Ziel kommen. Indem ich Radieschen und Kräuter in Blumenkästen pflanze, die ich am Fensterbrett festklemme. Das kostet weniger Geld und weniger Zeit. Und funktioniert trotzdem. Ich muss mir zwar genau überlegen, was ich säen will, weil ich nur wenig Platz habe. Ich muss mich also sehr stark auf das Wesentliche konzentrieren. Eigentlich funktioniert das Ganze auf dem Fensterbrett noch besser, weil ich die Pflanzen den ganzen Tag beobachten kann. Ich bin ihnen nah und habe jeden einzelnen Samen im Blick. Ich kann im August zwar weniger Gemüse ernten. Das ist ok. Denn: Das ist trotzdem Wachstum. Auch mit langsamen, kleinen Schritten erreiche ich mein Ziel: gärtnern und Radieschen.

Lange Geschichte, wichtiger Sinn

Große Konzerne machen Content Marketing eher wie in Möglichkeit 1.

Für Soloselbstständige und kleine Unternehmen bietet sich aber Möglichkeit 2 an: weniger machen. Das dafür richtig gut.

Warum Content Marketing auch ohne großes Budget funktioniert? Ob Physiotherapie-Praxis oder junges Fair-Fashion-Label, als KMU hast du einen unbezahlbaren Vorteil: selbst erlebtes Wissen über Kund:innen. Du kennst sie besser als jede Marktforschungs-Agentur das jemals könnte. 

Was Content Marketing für KMU so wichtig macht

Auch schon vor der Pandemie wandelte sich das Einkaufs- und Rechercheverhalten: Potenzielle Käufer:innen holen sich online ihre ersten Infos. Sie wollen zwei Dinge: Antworten. Und verstanden werden. Hier ein paar Beispiele, was das für Fragen sein könnten: Welche Physiotherapie-Praxis ist gut und in meiner Nähe? Wie werde ich meine Zahnarzt-Angst los? Warum ist Bio-Baumwolle besser als konventionelle Baumwolle?

Online sichtbar sein

Content Marketing ist DER Weg, um diese Fragen zu beantworten und Aufmerksamkeit auf dich zu lenken. Potenzielle Kund:innen nehmen dich als Expertin wahr und bauen Vertrauen zu dir auf.

Tipp: Auch wenn deine Wunschkund:innen nur in deiner Region unterwegs sind, lohnt sich Content Marketing. Trage dein Unternehmen bei Google My Business ein. Dann wird es auf der Karte angezeigt und User finden direkt Öffnungszeiten, Kontaktmöglichkeiten, Bewertungen und den Link zur Website.

Unaufdringlich Kund:innen gewinnen

Content Marketing ist keine klassische Werbung, bei dem eine Leistung oder ein Produkt im Fokus steht. Du gewinnst hier Kund:innen über kostenlose Inhalte. Über dein Wissen, das du in deinem Fach gesammelt hast. Das ist unaufdringlich und stärkt die Bindung zu deinen Kund:innen. Sowohl zu den potenziellen als auch zu den bestehenden. 

Mit Content Marketing kannst du relativ günstig neue Kund:innen gewinnen. Und dafür sorgen, dass bestehende Kund:innen bei dir bleiben. 

Kein riesen Budget? So funktioniert Content Marketing für kleine Unternehmen

Statt Geld lieber Zeit investieren

Ok, wir wissen schon: Als KMU kennst du deine Kund:innen viel besser als ein großer Konzern, der weit weg von der Lebensrealität agiert. Investiere viel Zeit ins Zuhören: Wer sind deine Kund:innen? Warum kommen sie zu dir? Welche Herausforderungen haben sie? Welche Contentarten nutzen Sie? Auf welchen Kanälen sind sie aktiv (z. B.: Instagram oder eher Facebook)? 

Wenn du deine Zielgruppe richtig gut kennst, macht das deinen Content zielführend und effektiv. 

Analysiere dann dich und dein Unternehmen: Wer bin ich? Warum mache ich das alles? Was hebt mich von Mitbewerbern ab? 

Wenn du jetzt denkst: Puh, für so viel Analyse habe ich keine Zeit. Ich will doch nur ein paar Kunden über Facebook gewinnen. Stop! Je genauer du weißt, an wen sich deine Inhalte richten, desto leichter kommen sie bei deiner Zielgruppe an. Eine durchdachte Contentstrategie spart beim Inhalte erstellen Zeit! Wenn du weißt, für warum und für wen du schreibst, findest du schneller passende Themen und Worte. 

Bevor du mit der Contentumsetzung beginnst: Lege zunächst konkrete Ziele für die kommenden 6 Monate fest. Du brauchst als kleines Unternehmen keinen 5-Jahres-Plan. Wie viele Blogartikel pro Monat sind realistisch? Was willst du mit dem Content Marketing erreichen: 5 neue Kunden pro Monat gewinnen? Die Shop-Verkäufe um 15 % steigern? 

Ein Beispiel: Ich möchte pro Monat zwei Blogartikel veröffentlichen, um innerhalb von sechs Monaten die Blogaufrufe um 20 Prozent zu steigern. 

Mit vorher festgelegten Zielen kannst eindeutig messen, ob deine Strategie funktioniert und wirtschaftlich sinnvoll ist. 

Wanderung statt Sprint

Drei Blogartikel geschrieben, bisschen auf Instagram aktiv und dann läuft der Hase? Ha. Schön wärs (😩). Content Marketing ist eine Wanderung, bei der du langfristig denkst. Und an diversen Kreuzungen immer wieder reflektierst: Komme ich meinem Ziel näher? Bin ich auf dem richtigen Weg oder muss ich abbiegen, z. B. statt Blog einen Newsletter starten?

Content Marketing ist mehr als ein paar Insta-Stories: Es ist eine Langzeitstrategie für mehr Kunden und tiefere Kundenbindung. Um die aufzubauen braucht es Zeit und Konsistenz. 

Was braucht man auf einer Wanderung? Eine aktuelle, übersichtliche Karte. Das ist die Website. Sie sollte der Kern deiner Strategie sein: mobiloptimiert, userfreundlich. Auf dieser geht es nicht um dich. Sondern um die User und warum diese ausgerechnet dein Produkt brauchen. Auch wichtig: Die Menschen hinter dem Unternehmen zeigen. User wollen nicht mit Robotern zusammenarbeiten. Sondern mit Menschen. Zeige dich und dein Team! Ein Beispiel, wie man das lösen kann: die Website der Agentur superidee. Hier bewegen sich die Bilder (Harry Potter!) und die Texte haben viel Persönlichkeit. Damit kann man sich direkt identifizieren.

Auch Online-Bewertungen sind Content

Podcast, Newsletter, Instagram… hier kann man schnell untergehen in der Flut an Contentarten. Eine der wichtigsten und effektivsten Contentarten für KMU sind: Online-Bewertungen! 

Das Feedback zufriedener Kunden steigert das Vertrauen in deiner Zielgrupe und macht dich interessanter. Stichwort: Social Proof. Bitte Bestandskunden, eine Bewertung bei Google zu hinterlassen. Oder baue einen Feedback-Fragebogen und teile die Antworten mit deinen Followern und auf der Website. Es gibt kaum einen effektiveren Hebel als positives Feedback von Kund:innen. 

Weitere Contentarten: Sichtbar werden ohne Corporate Blog 

Ein Corporate Blog füllt sich auch ohne großes Redaktionsteam

Ein Blog ist ein guter Weg zu mehr Sichtbarkeit. Qualitativ hochwertige Blogartikel zu schreiben, braucht aber auch viel Zeit. Es gibt ein paar Kniffe, mit denen man sich die Sache leichter machen kann:

  • Interviewe deinen Lieblingskunden und frage ihn, was er durch dich schon erreicht hat.
  • Notiere dir Fragen, die Kund:innen haben und nutze sie als Themen-Pool für kurze How-to-Artikel oder FAQs.
  • Statt einer langen 2000-Wörter Geschichte kannst du auch einen kurzen Text schreiben, den du mit Zahlen und Fakten fütterst. Das überzeugt besonders die Pragmatiker unter uns.
  • Lass Mitarbeitende von ihrem Arbeitsalltag erzählen. Der Blick hinter die Kulissen baut wertvolle Nähe auf.
  • Suche dir Gastautoren, die deinen Blog mit Branchenwissen füllen. 

Gut geplant ist halb geschrieben

Stichwort Planung. Hier könnte man wieder denken: Für einen Redaktionsplan habe ich keine Zeit. Ich sage: Dieser könnte dir helfen, Zeit zu sparen. 

Ein Redaktionsplan …

… hilft dir, dich auf nützliche Inhalte zu konzentrieren.

… bringt Klarheit, wer wann was zu tun hat.

… unterstützt bei der realistischen Einschätzung deiner Ressourcen.

… legt den Fokus auf deine Ziele. 

Mehr dazu: Diese Vorteile hat ein Redaktionsplan 

Lege im Plan fest, welche Contentarten und Kanäle du nutzen willst. Ignoriere alles andere. Konsumiert deine Zielgruppe eher kurze Texte (Tweets, kurze Blogartikel) oder mögen sie lange Texte (White Paper) oder Zahlen (Infografiken)? Sprich mit deinen Kund:innen. Finde heraus, was sie konsumieren. Und fokussiere dich auf das. 

Content Marketing, das zum Ziel führt, braucht Strategie, Planung, Umsetzung und Controlling. Das ist weder Hobby noch eine Zwischendurch-schnell-machen-Aufgabe. Es ist ein Kreislauf, der immer wieder angepasst werden muss. 

Headerbild: Photo by Ian Schneider on Unsplash 

Redigieren: Blogartikel fit für die Veröffentlichung machen

Ganz ehrlich: Kein Blogartikel ist nach dem Runterschreiben reif für die Veröffentlichung. Auch der eines Profis nicht. Damit der Text sein Ziel erreicht und deine Leser:innen nicht direkt verjagt, musst du noch etwas mehr Zeit investieren. Und die lohnt sich: Ein gut redigierter Blogartikel hilft dir, eine tiefere Bindung zu User:innen aufzubauen und deine Marketing-Ziele zu erreichen.

Im Folgenden zeige ich dir, wie ich beim Redigieren vorgehe. Und zwischendurch gibts die Checkliste zum Downloaden und an die Wand pinnen.

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Foto vom Buch "UX Writing und Microcopy" von Kinneret Yifrah

Buchtipp: UX Writing und Microcopy

Es gibt Momente, da sollten Texte keine Gefühle auslösen, sondern sie beruhigen. Oder gar vermeiden. Und mit diesen Momenten habe ich mich in den letzten Wochen beschäftigt.

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Contentplan in Notion in der Smartphone-Ansicht

3 Vorteile eines Redaktionsplans + so erstelle ich ihn in Notion

Unbeauftragte Werbung: Ich wurde für diesen Blogartikel weder beauftragt noch werde ich für ihn bezahlt.

Redaktionsplan erstellen. Das klingt starr und unkreativ. Aber: Er ist wie eine Sprinkleranlage bei einem Feuer. Ohne sie rennst du hektisch mit einem Eimer Wasser hin und her. Kriegst das Feuer nicht gelöscht und kommst nicht voran. Eine Sprinkleranlage verteilt gleichmäßig überall Wasser. Das Feuer ist schneller gelöscht, du kommst sicherer an dein Ziel.

In meinen 1:1-Schreibworkshops setze ich meistens Trello oder Google Sheets ein. Vor ein paar Wochen hab ich Notion entdeckt und ich muss sagen: Es ist Liebe! Das Tool strukturiert all meine Contentideen und kommt mit spontanen Einfällen klar. Endlich keine verschobenen Tabellen mehr!

Es folgen: drei Vorteile der Redaktionsplanung und wie Du sie mit Notion umsetzen kannst.

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