Blog - Laura Trus
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Briefing schreiben: Notizblöcke und Stifte liegen auf dem Schreibtisch

Wie schreibt man ein gutes Briefing?

Schreibende sind keine Hellseher: Zu einem guten Text gehört ein gutes Briefing, egal ob Social Media Post oder Blogartikel. 

Um einen zielführenden Text zu schreiben, der den Kundenvorstellungen entspricht, brauchen wir klare Informationen. Damit die Worte das gewünschte Ergebnis bei den Lesern und Leserinnen erzielen, müssen wir das Unternehmen und seine Zielgruppe kennen. Ausgangspunkt hierfür ist ein verständliches Briefing in klarer Sprache, ohne Floskeln. Das Dokument hilft, die Aufgabe und das Unternehmen zu verstehen. Und klärt die Erwartungen beider Seiten. Es verhindert Missverständnisse und minimiert die Korrekturrunden. Durch ein gutes Briefing sind alle Beteiligten auf dem gleichen Stand und wissen, in welche Richtung das Projekt geht.

Briefing schreiben – die Basis

Viele Freelancer bieten ihren Kunden fertige Briefingvorlagen an. Oder schicken die Fragen in einer Mail. Manche Kunden arbeiten mit eigenen Vorlagen. Ob als Fließtext oder in Stichpunkten, das Format des Fragebogens ist egal. Hauptsache er enthält alle wesentlichen Informationen in präzisen Worten.

Briefing schreiben – kurz und informativ

In der sechsten Klasse verriet unsere Deutschlehrerin: “In der Kürze liegt die Würze.” Ein gutes Briefing braucht keine ausschweifenden Romane über die Entstehungsgeschichte eines Unternehmens: In der Regel reichen maximal zwei DIN A4-Seiten. Ein längerer Text kostet beide Seiten zu viel Zeit. Zahllose starre Vorgaben schränken Kreative in ihren Gestaltungsmöglichkeiten ein. Wenn im Briefing schon festgelegt ist, dass Keyword X und Y im dritten und fünften Absatz sieben Mal eingesetzt werden sollen, gerät nicht nur dieser Satz, sondern auch der beauftragte Text sperrig. Ein Briefing kann also in zwei Richtungen ausschlagen: zu viele oder zu wenige Informationen.

Die folgende Aufzählung dient nicht als Vorlage, sondern als Orientierungshilfe. Briefings unterscheiden sich je nach Auftragsart und Kundenbindung: Vom Stammkunden kann es knapper ausfallen als vom Neukunden. Für die Entwicklung einer Contentstrategie benötigt man andere Infos als für das Schreiben eines Blogartikels.

Ein Briefing beantwortet folgende Fragen:

  1. Vorstellung des Unternehmens: Wer sind sie und was ist ihr Alleinstellungsmerkmal? Wer sind ihre Konkurrenten?
  2. Was ist der Hintergrund des Projekts? Was ist die Aufgabe?
  3. Welche Zielgruppe sollen die Texte ansprechen? Oder soll eine Zielgruppendefinition durchgeführt werden?
  4. Was ist das Ziel der Texte?
  5. Bis wann sollten die Texte fertig sein?
  6. Textart? Zum Beispiel: Social Media Post, Webseitentext, E-Book, Artikel fürs Magazin
  7. Welche Keywords sollen eingesetzt werden? Sollen Keywords recherchiert werden?
  8. Gibt es ein Corporate Wording? Soll eines entwickelt werden?
  9. Weitere Besonderheiten: Wie soll der Text geliefert werden? Soll er ins CMS eingepflegt werden? Sollen Bilder erstellt oder eingekauft werden?
Homeoffice: grauer Laptop liegt auf einem Sofa

Freiheit küsst Faulheit: Produktivität im Homeoffice

Homeoffice ist toll. Homeoffice ist ätzend.

Das Problem mit der Freiheit ist die Freiheit. Denn sie macht unproduktiv. Und faul. Für produktive Stunden im Homeoffice braucht es klare Regeln. Und Struktur.

Wie finde ich heraus, was die Arbeit im Homeoffice erleichtert?

Wer das Gefühl hat, ziellos und ständig abgelenkt zu sein, kann sich ein paar Tage selbst beobachten:

  • Wann beginnt der Arbeitstag?
  • Wie lange dauern wiederkehrende Aufgaben?
  • Was lenkt warum ab?
  • Wo liegen produktive Phasen?

Der kurze Selbstcheck verrät, welche Arbeitsroutinen helfen, motiviert und fokussiert zu arbeiten.

Im Folgenden stelle ich die Regeln vor, die mir persönlich guttun.

Fünf Regeln fürs Arbeiten im Homeoffice

1. Planung is king: feste Arbeitszeiten

Zu Beginn meiner Selbstständigkeit legte ich einfach los. Ich arbeitete viele Stunden durch und hatte meist das Gefühl, nicht “genug” geschafft zu haben. Die Energie- und Kreativressourcen leerten sich zügig. Zum Aufladen der Kraftreserven ist es wichtig, Zeiten zum Abschalten, Bewegen und Austauschen fest einzuplanen.

Bevor ich morgens den ersten Satz formuliere, plane ich, wann ich Feierabend mache. Auch die Mittagspause plane ich im Voraus. Wenn ich weiß, wann ich Bewegung und Frischluft bekomme, kann ich fokussierter meine Aufgaben angehen.

2. Nix mit Jogginghose

Bis nachmittags im Pyjama auf dem Sofa arbeiten? Ein Klischee, das bei mir nicht infrage kommt: Ich kleide mich jeden Morgen fürs Büro. Ich ziehe das komplette Programm durch. Diese Routine hilft mir, die Arbeit nicht mit ins Bett zu nehmen. Ohne sie könnte ich nie abschalten. Die Abgrenzung versetzt mich in einen produktiven Arbeitsmodus. Nach dem Ankleiden weiß der Kopf: Jetzt legen wir los. Genauso wie er beim Zähneputzen merkt: Jetzt ruft das Bett.

3. Bitte kein kreatives Chaos

Ordentlich, ordentlicher, mein Schreibtisch! Kreatives Chaos ist für mich ein Widerspruch in sich. Wenn ich konzentriert an einem Text oder an einer Content-Strategie arbeite, darf auf meinem Schreibtisch kein Kram liegen. Keine Zettelberge. Keine Kuchenkrümel. Keine leeren Teetassen. Das sind alles äußere Reize, die mich ablenken. Bei mir gilt: Ist das Arbeitszimmer aufgeräumt, ist es auch der Kopf.

Eine Ausnahme gibt es: Pflanzen sind erlaubt. Ein bisschen Grünzeug unterstützt meine Motivation zu jeder Jahreszeit.

4. Abwechslung motiviert

Im vorigen Punkt wurde schon deutlich: Fürs Schreiben brauche ich Ruhe und möglichst wenig Ablenkung durch äußere Reize. Das Homeoffice kann schnell zur einsamen Insel werden. Oder die Verlockungen durch Kühlschrank und Sofa zu stark. Für Austausch mit Kollegen verlasse ich regelmäßig meine Wohnung und verabrede mich in Coworking-Spaces oder Bibliotheken (Sandra von Frau, frei & veranstaltet zum Beispiel monatliche Treffen zum gemeinsamen Coworken). Besonders bei Aufgaben, die mir nicht liegen, steigert der Ortswechsel meine Produktivität: Ich schiebe sie weniger vor mir her, weil ich mich nicht selbst ablenken kann.

5. Das Smartphone bleibt draußen

Lies mich! News, Instagram, Messenger oder einfach nur die Wettervorhersage: Alle Apps rufen nach Aufmerksamkeit. Liegt das Smartphone in meinem Blickfeld, nehme ich es alle paar Minuten in die Hand. Diese Gewohnheit macht einen konzentrierten Arbeitsflow nahezu unmöglich. Weil ich intensiv durchdachte Artikel produzieren möchte, gilt an Arbeitstagen: Das Smartphone darf nicht mit ins Homeoffice. Es hat seinen festen Platz im Flur. Lautlos ist es sowieso.

Hinweis: Der Artikel erschien in ähnlicher Form als Gastbeitrag bei elbcontent.