Briefing schreiben: Notizblöcke und Stifte liegen auf dem Schreibtisch

Wie schreibt man ein gutes Briefing?

Schreibende sind keine Hellseher: Zu einem guten Text gehört ein gutes Briefing, egal ob Social Media Post oder Blogartikel. 

Um einen zielführenden Text zu schreiben, der den Kundenvorstellungen entspricht, brauchen wir klare Informationen. Damit die Worte das gewünschte Ergebnis bei den Lesern und Leserinnen erzielen, müssen wir das Unternehmen und seine Zielgruppe kennen. Ausgangspunkt hierfür ist ein verständliches Briefing in klarer Sprache, ohne Floskeln. Das Dokument hilft, die Aufgabe und das Unternehmen zu verstehen. Und klärt die Erwartungen beider Seiten. Es verhindert Missverständnisse und minimiert die Korrekturrunden. Durch ein gutes Briefing sind alle Beteiligten auf dem gleichen Stand und wissen, in welche Richtung das Projekt geht.

Briefing schreiben – die Basis

Viele Freelancer bieten ihren Kunden fertige Briefingvorlagen an. Oder schicken die Fragen in einer Mail. Manche Kunden arbeiten mit eigenen Vorlagen. Ob als Fließtext oder in Stichpunkten, das Format des Fragebogens ist egal. Hauptsache er enthält alle wesentlichen Informationen in präzisen Worten.

Briefing schreiben – kurz und informativ

In der sechsten Klasse verriet unsere Deutschlehrerin: “In der Kürze liegt die Würze.” Ein gutes Briefing braucht keine ausschweifenden Romane über die Entstehungsgeschichte eines Unternehmens: In der Regel reichen maximal zwei DIN A4-Seiten. Ein längerer Text kostet beide Seiten zu viel Zeit. Zahllose starre Vorgaben schränken Kreative in ihren Gestaltungsmöglichkeiten ein. Wenn im Briefing schon festgelegt ist, dass Keyword X und Y im dritten und fünften Absatz sieben Mal eingesetzt werden sollen, gerät nicht nur dieser Satz, sondern auch der beauftragte Text sperrig. Ein Briefing kann also in zwei Richtungen ausschlagen: zu viele oder zu wenige Informationen.

Die folgende Aufzählung dient nicht als Vorlage, sondern als Orientierungshilfe. Briefings unterscheiden sich je nach Auftragsart und Kundenbindung: Vom Stammkunden kann es knapper ausfallen als vom Neukunden. Für die Entwicklung einer Contentstrategie benötigt man andere Infos als für das Schreiben eines Blogartikels.

Ein Briefing beantwortet folgende Fragen:

  1. Vorstellung des Unternehmens: Wer sind sie und was ist ihr Alleinstellungsmerkmal? Wer sind ihre Konkurrenten?
  2. Was ist der Hintergrund des Projekts? Was ist die Aufgabe?
  3. Welche Zielgruppe sollen die Texte ansprechen? Oder soll eine Zielgruppendefinition durchgeführt werden?
  4. Was ist das Ziel der Texte?
  5. Bis wann sollten die Texte fertig sein?
  6. Textart? Zum Beispiel: Social Media Post, Webseitentext, E-Book, Artikel fürs Magazin
  7. Welche Keywords sollen eingesetzt werden? Sollen Keywords recherchiert werden?
  8. Gibt es ein Corporate Wording? Soll eines entwickelt werden?
  9. Weitere Besonderheiten: Wie soll der Text geliefert werden? Soll er ins CMS eingepflegt werden? Sollen Bilder erstellt oder eingekauft werden?
No Comments

Post a Comment